Bildung kann sich ohne Innovation nicht weiterentwickeln. Universitäten stehen häufig vor der Herausforderung, ihre Studienangebote an die sich kontinuierlich wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt und der Wirtschaft anzupassen. Gelingt dies nicht, kann eine Lücke zwischen der akademischen Ausbildung und den in der beruflichen Praxis erforderlichen Kompetenzen entstehen. Dies kann den Übergang der Studierenden in die moderne Arbeitswelt erschweren. Diese Lücke versucht Juan-Carlos Fernández mit seinem Kurzzeiteinsatz als Diaspora-Fachkraft an der Päpstlich Katholischen Universität von Ecuador (PUCE TEC) zu schließen.  

Steckbrief

  • Name:

    Juan-Carlos Fernández

  • Beruflicher Hintergrund:

    Experte für Digitalisierung und Innovation bei Bosch in Stuttgart, Deutschland.

  • Einsatzort:

    Päpstliche Katholische Universität von Ecuador (PUCE TEC), Quito, Ecuador

  • Dauer des Einsatzes:

    3 Wochen

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Juan-Carlos Fernández

Juan-Carlos Fernández wurde in Quito geboren und ist Absolvent der dortigen Deutschen Schule. Vor über 15 Jahren zog er nach Deutschland, um an der Hochschule Karlsruhe zu studieren. Nach seinem Abschluss baute er sich in Stuttgart eine Karriere als Experte für Digitalisierung und Innovation in der Zentralabteilung für Steuer- und Zollfragen bei Bosch auf. Durch die Initiative für Diaspora-Fachkräfte kehrte Juan-Carlos für einen Kurzeinsatz in sein Herkunftsland zurück, um sein Fachwissen im Bereich der digitalen Transformation mit dem akademischen Personal der Päpstlichen Katholischen Universität von Ecuador (PUCE) zu teilen.

Um die Lehrkräfte dabei zu unterstützen, die Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schließen, organisierte Juan-Carlos eine Veranstaltung, die die Universität in direkten Kontakt mit Vertretern der Industrie brachte. Während dieser Veranstaltung hielt er einen Vortrag über Digitalisierung. Dabei ging er auf die praktischen Herausforderungen bei der Bewältigung technologischer Veränderungen ein, erörterte den Umgang mit der oft mit neuen Systemen verbundenen Skepsis und skizzierte die notwendigen Schritte zur Einleitung eines Strukturwandels innerhalb einer Institution.

Das Ziel dieser Schulung geht über den unmittelbaren Kapazitätsaufbau hinaus. Indem die Lehrkräfte mit aktuellen digitalen Strategien vertraut gemacht werden, stellt der Einsatz von Juan-Carlos sicher, dass die Studierenden den Umgang mit den relevanten Werkzeugen erlernen, die von heutigen Arbeitgebern gefordert werden. Dadurch wird ihre langfristige Beschäftigungsfähigkeit direkt verbessert. 

Darüber hinaus unterstreicht sein Einsatz, wie Digitalisierung als praktisches Instrument für eine nachhaltige Entwicklung dienen kann. Der Einsatz verdeutlicht das Potenzial digitaler Innovationen für die Weiterentwicklung der Universitäten in Ecuador und kann als Vorbild für ähnliche Entwicklungen an weiteren Hochschulen des Landes dienen.

Was mich am meisten motiviert hat, am Programm teilzunehmen, war die Gelegenheit, in mein Heimatland zurückzukehren. Ich wollte das, was ich während meiner Ausbildung in Deutschland gelernt habe, weitergeben und auf irgendeine Weise zur Entwicklung des Landes beitragen

Juan-Carlos Fernández

Weitere Informationen zu den Angeboten für die ecuadorianische Diaspora finden Sie unten.