Der diesjährige Diaspora Summit erwies sich erneut als wichtiges Austauschformat. Er brachte Diaspora-Akteure aus verschiedenen Teilen Deutschlands, politische Entscheidungsträger*innen und Partner*innen in Berlin zusammen, um gemeinsam über die Zeit nach 2030 und die Wege dorthin zu diskutieren. Angesichts von mehr als 22 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zielte der Gipfel darauf ab, sich von Sichtbarkeit zu Teilhabe und von Teilhabe hin zu gemeinsamen Lösungen zu bewegen.

Wir leben in einer Zeit, in der wir die Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven so vieler Menschen wie möglich brauchen. Wir haben einen Raum geschaffen, in dem Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Hintergründen und Perspektiven zusammenkommen können

Rafael Sánchez-Moreno, Mitveranstalter des Gipfels

Die Gespräche begannen im März mit digitalen Warm-up-Sitzungen, in denen Themen wie soziales Unternehmertum und der Einfluss der Diaspora auf das öffentliche Leben diskutiert wurden. Im April startete der Gipfel im Bundestag mit Schwerpunkten Vertrauensaufbau und der Förderung eines strukturierten Dialogs zwischen Diaspora und Politik. Weitere Austausche fanden im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) statt. Hier wurden die Diskussionen darüber vertieft, wie Institutionen und Diaspora-Organisationen ihre Bemühungen besser aufeinander abstimmen können.

Zum Abschluss des Gipfels kamen alle Teilnehmenden im Berlin Global Village zusammen. Auf dem Programm standen eine Keynote von Martin Russel, eine Talkrunde und ein lebendiger Markt der Möglichkeiten, bei dem sich Partner für Ideen fanden und die nächsten Schritte vereinbart wurden. Zusätzliche Workshops halfen dabei zu erkunden, wie Organisationen gestärkt, soziale Unternehmen skaliert und dauerhafte globale Partnerschaften aufgebaut werden können. Dabei wurde eine Erkenntnis immer wieder gewonnen: Menschen engagieren sich, wenn sie sich gesehen, gebraucht und einbezogen fühlen.

Der Gipfel machte deutlich, dass die Rolle von Diaspora-Akteur*innen als strategische Partner in der aktuellen geopolitischen Situation mehr Aufmerksamkeit erfordert. Die teilnehmenden Organisationen arbeiten nun daran, den strukturierten Dialog aufrechtzuerhalten, gemeinsame Projekte auszuloten und das gegenseitige Lernen fortzusetzen.

Organisiert wurde der Gipfel von Diaspora-Akteur*innen, darunter Edith Otiende-Lawani, Akinola Famson, Rafael Sánchez-Moreno, Shiva Adhikari und Mohan Dhamotharan. Ihr Engagement bekräftigte eine der zentralen Botschaften des Gipfels: Diaspora-Akteur*innen sind nicht nur eine Zielgruppe, sondern Mitgestalter*innen gemeinsamer Lösungen.

Mit Rafael und Shiva sind zwei Mitglieder des Diaspora-Beratungsgremiums (DAB) im Organisationsteam des Diaspora-Summt vertreten. Als Beratungsmechanismus hat das DAB den Auftrag , strategische Erkenntnisse der Diaspora in das GIZ-Globalvorhaben „Migration entwicklungspolitisch gestalten“ (MEG) einzubringen. 

Im Auftrag des BMZ unterstützt das Globalvorhaben „Migration entwicklungspolitisch gestalten“ (MEG) Partnerländer dabei, die Vorteile regulärer Migration zu nutzen und die Diaspora für eine nachhaltige Entwicklung einzubinden. MEG hilft dabei, Brücken zu bauen. Es bringt verschiedene Akteure wie die Diaspora und politische Entscheidungsträger*innen zusammen, damit aus Dialog Zusammenarbeit wird. Der Diaspora Summit 2026 wurde vom BMZ über das MEG finanziert.

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