Im Norden Ghanas sichert die Produktion von Sheabutter den Lebensunterhalt tausender Frauen und ihrer Familien. Die Arbeit ist allerdings kräftezehrend und langwierig und beschränkt die Frauen in ihren Einkommensmöglichkeiten. Hier setzen die Diaspora-Organisation African Ally und ihre Partnerorganisation Freeworld International an. 

Steckbrief

  • Name der Diaspora Organisation:

    African Ally e.V. (2020)

  • Partnerland:

    Ghana 

  • Hauptsitz der Organisation:

    Berlin-Spandau, Germany 

  • Webseite:

    https://africanally.org/

  • Partnerorganisation in Ghana:

    Freeworld International

  • Förderzeitraum:

    2024 - 2025

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African Ally e.V. ist eine Diaspora-Organisation, die Entwicklungszusammenarbeit stärkt, indem sie Diaspora-Gemeinschaften mit Partnern in Deutschland und Afrika vernetzt. Durch Dialog, Partnerschaften und von gemeinschaftsorientierte Initiativen trägt die Organisation dazu bei, nachhaltige Lebensgrundlagen, Bildung, Qualifizierung und Umweltschutz zu fördern und das Wissen, die Kompetenzen und die Netzwerke der Diaspora für nachhaltige Entwicklung nutzbar zu machen. 

Durch die Förderung des Wissensaustauschs, den Aufbau von Kompetenzen und berufliche Weiterbildungen stärkt African Ally Menschen und Gemeinschaften und fördert zugleich eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Diaspora-Akteuren, staatlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft. Dabei nutzt die Organisation gezielt die Expertise, Netzwerke und das Engagement der afrikanischen Diaspora, um einen Beitrag zur langfristigen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung zu leisten. 

In Deutschland stärkt African Ally migrantische Gemeinschaften, indem die Organisation den Dialog über Antirassismus fördert, das Engagement gegenüber öffentlichen Institutionen stärkt und Jugendlichen politische und gesellschaftliche Bildung vermittelt.

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Harte Arbeit: die Frauen in Pusu Namogo sortieren die Sheanüsse.

Der Sheabaum ist in Afrika heimisch und seit Langem eine wichtige Ressource für Lebensmittel, Medizin und Kosmetika. Auch in Ghana sichert er den Lebensunterhalt tausender Frauen in ländlichen Gebieten. Die Herstellung von Sheabutter ist jedoch ein langwieriger und größtenteils manueller Prozess, der die Produktivität und das Einkommen der Shea-Produzenten oft einschränkt. Dies gilt auch für die Frauen in der Gemeinde Puso Namogo in der Upper East Region von Ghana. Von der Ernte der Shea-Früchte bis zur Aufbereitung der Nüsse für die Verarbeitung zu Butter sind die verschiedenen Produktionsphasen für die Frauen nach wie vor arbeitsintensiv und körperlich anstrengend.

Um die Sheabutterproduktion effizienter zu gestalten, ist African Ally e.V. eine Partnerschaft mit der lokalen Organisation Freeworld International eingegangen. Gemeinsam haben sie ein Projekt ins Leben gerufen, um die Frauen der „Akoma Cooperative Women Association“ in Pusu Namogo zu unterstützen, indem sie die Herausforderungen angehen, mit denen diese in ihrem Sheabutter-Unternehmen konfrontiert sind, und gleichzeitig ihre Beteiligung an lokalen Entscheidungsprozessen stärken. 

Dank der Finanzierung durch das GIZ-Programm „Migration entwicklungspolitisch gestalten“ (MEG) konnten im Rahmen des Projekts fünf Maschinen angeschafft werden, die die Prozesse der Sheabuttergewinnung – darunter Waschen, Zerkleinern, Rösten, Mahlen und Kneten – mechanisierten und so die manuelle Arbeitsbelastung der Frauen erheblich reduzierten. Außerdem stellte African Ally Mittel bereit, mit denen eine Halle zur vorübergehenden Unterbringung der Maschinen angemietet werden und Kosten für die Verkabelung, Renovierung und Installation gedeckt werden konnten, um die Anlagen betriebsbereit zu machen. 

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Die Mahlmaschine erleichtert die Produktion von Sheabutter deutlich.

Darüber hinaus erhielten die Shea-Produzentinnen Schulungen zum sicheren Umgang mit den Maschinen sowie zu den Themen Buchhaltung, Genossenschaftsmanagement, Finanzwissen und Diversifizierung der Lebensgrundlagen. In Verbindung mit der neuen Ausrüstung ermöglichen diese Fähigkeiten es den Frauen der Akoma Cooperative Women Association, ihre Produktion auszuweiten, ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit zu stärken und der steigenden Nachfrage nach Sheabutter gerecht zu werden. 

Das Projekt hat die Produktionskapazität der Genossenschaft grundlegend verändert: die für die Verarbeitung von 75 kg Sheanüssen benötigte Zeit wurde von fünf Tagen auf nur fünf Stunden reduziert. 

Der durchschnittliche Monatsumsatz stieg ebenfalls: vor dem Diaspora-Projekt lag er pro Sheaproduzentin zwischen 70€ und 159€. Nach dem Projekt lag er zwischen 96€ und 280€. Im Schnitt machte jede Sheaproduzentin vor dem Projekt einen monatlichen Gewinn von 40€ - nach dem Projekt waren es durchschnittlich 72€.

Bei Abschluss des Projekts im Jahr 2025 hatte die Genossenschaft die volle Verantwortung für ihren Betrieb übernommen. Für die Frauen von Pusu Namogo ist dies mehr als nur Sheabutter. Es ist eine Quelle der Selbstbestimmung und eine sicherere Zukunft für sie und ihre Familien. 

Weitere Informationen zu den Angeboten für die ghanaische Diaspora finden Sie unten.