Ausschreibung: Diaspora-Beirat
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bringt ein neues politisches Konzept auf den Weg, um seine langfristige Partnerschaft mit Diaspora-Gemeinschaften zu stärken. Um sicherzustellen, dass diese Initiative von Beginn an von vielfältigen Perspektiven geprägt ist, richtet das BMZ einen Diaspora-Beirat ein.
Hintergrund und strategische Ausrichtung
Das BMZ blickt auf eine langjährige Zusammenarbeit mit Diaspora-Gemeinschaften sowie mit deren Herkunftsländern und Herkunftsregionen zurück. Mit ihrer Expertise, ihren Netzwerken und ihrem Engagement leisten Diaspora-Gemeinschaften in Deutschland einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in den Partnerländern des BMZ.
Mit der Entwicklung eines politischen Konzepts zur Zusammenarbeit mit Diaspora möchte das BMZ die bisherigen Erfahrungen systematisch auswerten und die Diaspora-Zusammenarbeit als strategisches Handlungsfeld weiter stärken. Das Konzept und sein partizipativer Erarbeitungsprozess sollen zugleich zur übergeordneten Reformagenda des BMZ beitragen. Dadurch wird die internationale Zusammenarbeit stärker lokal getragen, inklusiv und offen für unterschiedliche Perspektiven gestaltet.
Das Konzept dient in erster Linie als interne Orientierung für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Gleichzeitig greift es die Forderungen von Diaspora-Partnern nach einer klareren strategischen Ausrichtung und einer stärkeren institutionellen Verankerung auf. Aufbauend auf bisherigen Erfahrungen, bewährten Instrumenten, gewonnenen Erkenntnissen und internationalen Good Practices soll das Konzept Leitprinzipien für die Zusammenarbeit formulieren und auf Grundlage empirischer Erkenntnisse bewährte sowie innovative Kooperationsansätze identifizieren.
Die Rolle des Diaspora-Beirats
Die Gesamtverantwortung für den Prozess liegt beim BMZ-Referat 221 „Flucht und Migration“, unterstützt durch das GIZ-Sektorvorhaben Migration und Entwicklung. Vertreterinnen und Vertreter der Diaspora werden von Beginn an über einen Diaspora-Beirat in den Erarbeitungsprozess eingebunden. Der Beirat wird unterschiedliche Perspektiven und Fachkenntnisse aus verschiedenen thematischen und regionalen Bereichen zusammenführen.
Bitte beachten Sie, dass der Beirat eine beratende und nicht entscheidungsbefugte Funktion hat. Die Mitglieder bringen unabhängige Perspektiven und Empfehlungen ein. Das BMZ wird die Beiträge des Beirats bei der Entwicklung des Konzepts berücksichtigen und Rückmeldung dazu geben, inwiefern wesentliche Empfehlungen in das Konzept aufgenommen wurden.
Bewerbungsverfahren
Bitte senden Sie einen Lebenslauf sowie ein kurzes Anschreiben von maximal einer Seite bis Montag, den 24. August 2026, an
migration@giz.de.
In Ihrem Anschreiben sollten Sie erläutern, warum Sie an einer Mitarbeit interessiert sind und welchen Beitrag Sie Ihrer Einschätzung nach zum Prozess leisten können. Bitte bestätigen Sie außerdem, dass Sie für die oben beschriebenen Workshops und Konsultationen zur Verfügung stehen, und geben Sie an, ob Sie an der Auftaktveranstaltung am 16. September 2026 in Berlin teilnehmen können.

